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Making The Band Es war wie ein Schlag ins Gesicht, eine Revolution in der Musikszene - die Sex Pistols waren da und so schnell wollten sie auch nicht wieder gehen. Wir schreiben das Jahr 1976 als die Pistols ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben und man ahnte noch nicht, was das für Auswirkungen haben würde. Dem Spießertum den Kampf angesagt machten sich Sid Vicious und Johnny Rotten auf den Weg durch die Köpfe der revolutionsgeilen Punker dieser Welt, um ihre Message zu verkünden: No Future!
Vicious und Rotten waren aber nicht die Gründer dieser Band, sie waren nur die Repräsentanten. Die
wahren Gründer sind Paul Cook und Steve Jones, der tagsüber mit Malcom McLaren (Manager und Entdecker
der Sex Pistols) rumhing. McLaren suchte im Land nach einem Sänger für die Band und traf auf John
Lydon, wie Johnny Rotten mit bürgerlichen Namen heisst. "Rotten" heisst er erst, nachdem Jones ihn
andauernd auf den desolaten Zustand seiner Zähne aufmerksam gemacht hat. Beste Vorraussetzungen für
das Schandmaul der Nation. Und der Name "Sex Pistols"? Es war ein einfaches T-Shirt, welches McLaren
damals verkauft hatte. Namen klauen, Songs der 60er gecovert und irgendwann eigene Musikgeschichte
schreiben - eine perfekter Plan, der nur damals funktionierte.
Die Plattenfirma EMI sorgte dafür, dass die Band direkt nach dem Unterzeichnen des Vertrages ihr
erste Single aufnehmen konnte. Dass "Anarchy in the UK" gleich auch noch der Klassiker der Punkbewegung
werden würde, hatte niemand gedacht. Der Song schlug ein wie eine Bombe und ein paar Monate später
folgte das, was damals ernst gemeint war und heute zu PR-Zwecken gerne benutzt wird: Steve Jones
beleidigte den Journalisten Bill Grundy bei einem Interview so dermassen, weil dieser die Band
provozieren wollte. Jones beschimpfte ihn und die Zuschauer und der Aufstand war perfekt.
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