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Nun kannte sie die ganze Insel und jeder wusste, wer die Sex Pistols waren. Auch wenn man sie nicht
hören möchte. EMI war es aber trotzdem zu viel und schmiss die Band aus dem Vertrag. Auch A&M, die
sie danach aufgenommen hatte, trennte sich bald wieder von ihr, da McLaren es nicht für sich behalten
konnte, dass die Pistols von denen einen Haufen Geld bekommen haben. Wenn sich zwei streiten, dann
freut sich der dritte: Virgin stellte einen Vertrag und bekam den Zuschlag, was die nächste Single
zur Folge hatte: "God Save The Queen". Dies war allerdings nicht die Ehrbietung, wie man denken möchte,
aber extrem erfolgreich. Die Queen war auch "not amused", als sie sah, dass das Debut album "Never Mind
The Bollocks - Here's The Sex Pistols" an die Spitze der Charts schoss, auch wenn viele Plattenläden
die Scheibe boykottierte.
Dieser Boykott sorgte auch für die Angst, Auftrittsverbote einzuheimsen. Aus diesem Grund starteten sie eine geheime Tour. Danach wollten sie Amerika erobern, was aber nach acht Shows scheiterte: Johnny Rotten warf das Handtuch und das gerade mal nach einem Jahr. Die grösste Punk Band sollte auch die kürzeste sein. Rotten gründete PIL (Public Image Limited), die heute noch existiert und mit der er immernoch Platten veröffentlicht. Kurz nachdem Sid Vicious des Mordes seiner Freundin Nancy Spungen angeklagt war, die tot im seinem Hotelzimmer gefunden wurde, starb Sid am 2. Februar 1979 am Goldenen Schuss. Somit ging die Ära Sex Pistols endgültig zu Ende. John Lydon auf Abwegen Sein Projekt PIL (Public Image Limited) ist zwar seine grösstes 'Sideprojekt' neben den Sex Pistols. Allerdings hat er auch schon auf anderen Hochzeiten getanzt. Mit den britischen Dance-Göttern Leftfield, welche auch einige Remixes für Lydon machten, nahm er den Song 'Open Up' auf, welcher 1995 auf dem Album LeftIsm veröffentlicht wurde. Für den Urvater des Punks war dies eher etwas ungewöhnlich, da es ein Dance-Song ist, der aber seine Stimmengewalt perfekt in Szene setzte. Bis heute ist dieser Song einer der wichtigsten in der Danceszene. Er brachte auch die Anhänger der Techno- und Elektromusik mit den Punkern etwas näher zusammen. Die Dinge ändern sich. |